Oettingen
Charmante Residenzstadt im Ries (5.550 Einwohner). Die einstige Funktion als Hauptstadt eines schwäbisches Kleinstaats und Doppelresidenz der Fürsten zu Oettingen prägt bis heute das Bild der Stadt, die auf eine interessante Geschichte mit einer Jahrhunderte währenden konfessionellen Teilung zurückblicken kann. Im historischen Stadtkern stehen sich Barock- und Fachwerkfassaden gegenüber. Die Gässchen, Brunnen und Plätze sind von reizvollem Charme und der parkartige Hofgarten besonders idyllisch. Schon von weithin sichtbar ist der Turm der Kirche St. Jakob, von dem aus man einen herrlichen Blick über das Nordries werfen kann. Dominierende Gebäude sind vor allem das fürstliche Schloss und das Rathaus als einer der prächtigsten Fachwerkbauten Schwabens. Kulturelles Highlight sind in der Sommersaison die alljährlich stattfindenden Residenzkonzerte im Schloss.
Sehenswürdigkeiten und Museen
Die historische Altstadt lädt zu Rundgängen ein. In der Zeit von 1679 bis 1687 wurde im Stil der Spätrenaissance das fürstliche Schloss der Fürsten zu Oettingen-Spielberg erbaut. Es ist heute mit seinem breit gelagerten Gebäudekomplex eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Oettingens. Besonders sehenswert ist vor allem der Festsaal mit seinen Wessobrunner Stuckaturen. Unweit des Schlosses befindet sich das 1724 erbaute Alte Gymnasium, welches die 1563 gegründete Lateinschule beherbergte, sowie die evangelische Pfarrkirche St. Jakob, die den Schlossplatz nach Osten hin abschließt. Besonders auffallend ist der Marktplatz mit den sich gegenüberstehenden Barock- und Fachwerkfassaden sowie das Rathaus, ein Fachwerkbau aus dem 15. Jh. Im Bereich der Grünanlage des Gruftgartens ist die Keimzelle Oettingens anzunehmen. Man muss sich hier die mittelalterliche Burg vorstellen, die im Laufe der Jahrhunderte mit Renaissance- und Barockbauten zum »Unteren Schloss« der Linie Oettingen-Oettingen erweitert wurde und nach 1850 bis auf die Gruftkapelle abgebrochen wurde. Die heutige Kirche St. Sebastian hat ihren Ursprung im Jahr 1467 und wurde 1542 zur katholischen Pfarrkirche. Die Stadtmauer aus der staufischen Zeit ist als Mauerring weitgehend erhalten. Von den Türmen der Stadtbefestigung ist lediglich der Königsturm des Unteren Tores erhalten, der in der Vergangenheit auch als Stadtgefängnis genutzt wurde.
Völkerkundemuseum Oettingen, Zweigstelle des Staatlichen Museums für Völkerkunde München, im Residenzschloss Oettingen. Dienstag bis Sonntag 11:00 bis 17:00 Uhr, auch feiertags. Tel. 0 90 82/39 10.
Heimatmuseum mit Dauerausstellung zur Stadtgeschichte, begehbarem Depot und wechselnden Sonderausstellungen. Mittwoch bis Sonntag 14:00–17:00 Uhr und nach Vereinbarung. Tel. 0 90 82/23 15
Geopark-Informationszentrum im Rathaus
Sport und Freizeit
Fluss-Freibad auf der Wörnitz-Insel, Minigolf, Kneipp-Anlage, Wildgehege, Biergarten, Nordic-Walking-Rundtouren, ausgeschildertes Radwegenetz, geführte Radtouren für Gruppen, Wandern, Angeln, Tennis, Stockschießen, Boule, Ruderboot- Verleih, Kino, Kegeln, Geologischer Pfad, Kakteengarten.
Führungen
Stadt- und Nachtwächterführungen für Gruppen nach Voranmeldung in der Tourist-Information (Dauer ca. 1,5 Stunden); itour Oettingen – individuelle Führung via ipod-Hörspiel (Ausleihe kostenlos in der Tourist-Information). Schlossführungen ab Palmsonntag bis Allerheiligen täglich 14 Uhr (Juli–August auch 11 Uhr) sowie an Sonn- und Feiertagen 11, 14, 15 und 16 Uhr. Gruppenführungen im Schloss jederzeit nach Voranmeldung.
Verkehrsanbindung
Bahnhof Nördlingen und Gunzenhausen
Kontakt
Stadt Oettingen Verkehrsamt
Schloßstr. 36, 86732 Oettingen
Tel: 0049 90 82 / 7 09-51
Fax: 0049 90 82 / 7 09-88
verkehrsamt@oettingen.de
www.oettingen.de




